Frau, zu sehen von hinten auf einer Straße

Edelgard schützt

Online-Karte zeigt Kölner Schutzorte für bedrängte und belästigte Mädchen

Seit zwei Jahren gibt es in Köln das Projekt „Edelgard schützt“. Es soll Mädchen und Frauen, die sich bedrängt, belästigt oder bedroht fühlen, dabei helfen, schnell einen geschützten Ort zu finden. Dafür konnte die Kölner Initiative gegen sexualisierte Gewalt, der mit der Frauenberatungsstelle FrauenLeben, den Vereinen HennaMond und Lobby für Mädchen und dem Kompetenzzentrum Selbstbestimmt Leben Köln auch mehrere Mitgliedsorganisationen des Paritätischen NRW angehören, zahlreiche Partner*innen in Köln gewinnen. Diese sind nun in einer Kartenanwendung, der „Edelgard map“ hinterlegt. So können Betroffene schnell auf ihrem Smartphone nachschauen, wo der nächste Schutzort ist.

Schnell Schutz suchen

Am einfachsten ist die Karte über die Adresse map.edelgard.koeln zu erreichen. Smartphone-Nutzer*innen können sich diese Adresse auch direkt auf den Home-Bildschirm legen, so dass sie mit einem Fingertippen aufgerufen werden kann. In der Karte sind alle „Edelgard schützt“-Orte vermerkt – die farbigen Orte sind geöffnet, die grauen geschlossen. Beim Klick auf den Ort wird die Adresse und wenn vorhanden auch ein Fassadenfoto zur Orientierung angezeigt. Über die Funktion „Schutz suchen“ lässt sich der Ort finden, der am schnellsten zu erreichen ist, inklusive Fußweg.

Für mehr Sicherheit im öffentlichen Raum sorgen

Mit „Edelgard schützt“ will die Kölner Initiative gegen sexualisierte Gewalt zu mehr Sicherheit im öffentlichen Raum beitragen. Die geschützten Orte sind anhand eines „Edelgard“-Aufklebers auf Tür oder Fenster zu erkennen. Die Mitarbeitenden der beteiligten Kneipen, Restaurants, Büros oder Geschäfte wurden vorab vorbereitet, so dass sie Schutzsuchende bestmöglich unterstützen können. Auch in der regionalen Geschäftsstelle des Paritätischen in Köln (Marsilstein 4 bis 6) finden Betroffene künftig Schutz. Bei Kölner Großevents gibt es zusätzlich eine mobile Anlaufstelle. Dort stehen erfahrene und geschulte Fachfrauen zur Verfügung, die mit betroffenen Mädchen und Frauen die nächsten Schritte nach einer Belästigung, Nötigung oder Vergewaltigung besprechen. An den kommenden Karnevalstagen steht das „Edelgard mobil“ an der Herz-Jesu-Kirche am Hohenstaufenring.


Bild: Pixabay